74. DKK
Dresden 2026
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Manfred Buchroithner, Kai Helge Wirth

Ikonokartographie: Wie Bildwissenschaft und kartographische Analyse sich ergänzen

Die objektzentrierte Ausrichtung der Ikonokartographie stellt einen methodischen Fortschritt in der Analyse von Karten, Artefakten und visuell kommunikativen Objekten dar. In angrenzenden Disziplinen wächst die Einsicht, dass strukturell fundierte Bildanalysen notwendig sind, insbesondere dort, wo visuelle Formen als primäre Bedeutungsträger fungieren (Dresdner Schule der Kartographie).
Wie Moser (2014) und Shanks (2007) betonen, sind Bilder genau wie Karten keine bloßen Illustrationen, sondern evidenzielle Konstrukte, die einer systematischen Untersuchung bedürfen. So wird Transdisziplinarität zu einer selbstverständlichen Notwendigkeit.

Dadurch wird die erkenntnistheoretische Basis vor allem bei der Analyse von kartenverwandten Artefakten neu konstruiert, deren Bedeutungen lange Zeit aufgrund inadäquater Methodik aus narrativen oder mythischen Annahmen abgeleitet wurden.