74. DKK
Dresden 2026

Der Paradigmenwechsel von der reinen Datenbereitstellung hin zur durchgängigen Modellierung bedarfsgerechter Informationsnutzung (Daten, Analysen, Visualisierungen, Alternativen, Entscheidungen, Maßnahmen, Dokumentation) mit den Herausforderungen einer rasch zunehmende Komplexität sowie eine wachsende Dynamik der Veränderungen führt zu strukturellen Problemfeldern adäquater (holistischer) Ontologien, die neben der Semantik auch die prozeduralen Erfordernisse (Pragmatik) umfassen.

Die Kartographie ist in alle Facetten der organisationsübergreifenden/multinationalen Systemgestaltung eingebunden um eine adäquate Vorausschau, Entscheidungsfindung, Maßnahmen und Zielerreichungskontrolle zu gewährleisten.

Die Kartographie unterstützt die Konzepte von Situationen und (standardisierten) Prozessen in hochdynamischen Umgebungen, bei denen die automatisierte Verfügbarkeit und zeitspezifisch prozedurale Zusammenführung mit spezifischen Servicequalitäten aller Informationsdetails erforderlich ist.
Die kartographischen Kompetenzen für anwendungsfall- und akteursspezifische Generalisierung bergen das Potenzial, auf prozedurale Bereiche erweitert zu werden, wenn in Situationen mit außergewöhnlichem Bedarf aufgabenspezifische Repräsentationen gemäß den Anforderungen unterschiedlicher Akteure abgeleitet werden müssen.

Die Vorschläge zu Methoden und Strukturen beziehen sich insbesondere auf diejenigen Innovationen, die von der Umsetzung des European Data Act, des Interoperable Europe Act und des EU-Arbeitsprogramms Horizont Europa 2026–2027 – Cluster 6 „Zivile Sicherheit für die Gesellschaft“ – erwartet werden können.